„Jungfernfahrt der Spreeenten“ auf Burg Beeskow

Mit der „Jungfernfahrt der Spreeenten“ feierte das Ensemble des Improvisationstheaters am vergangenen Samstag im (Corona-) vollbesetzten Konzertsaal der Burg Beeskow eine mehr als gelungene Premiere. 

15. September 2020
  • © Ulrike Boie (vorn), Cathrin Zorer, Monika Mauer, Sigrid Blaske (von links) zur Jungfernfahrt der Spreeenten 12.09.2020

  • © Spreeenten - Ensemble zur Jungfernfahrt der Spreeenten 12.09.2020

  • © Monika Mauer, Thomas Hoffmann zur Jungfernfahrt der Spreeenten 12.09.2020

  • © Thomas Hoffmann, Monika Mauer, Daniela Hoffmann zur Jungfernfahrt der Spreeenten 12.09.2020

Improtheater ist eine Form des Theaters, bei dem im Beisein des Publikums auf der Bühne live improvisiert wird. Das heißt es gibt keinen fertigen Text, keine konkreten Absprachen oder Regieanweisungen, dafür aber Spielregeln, die vom Publikum beeinflusst werden können.

Ensembleleiterin Ulrike Boie trat an diesem Abend in einer Doppelrolle auf und führte Publikum und Ensemble als Moderatorin mit kleinen Anekdoten und kurzen Einführungen zu den einzelnen Improvisationsdisziplinen durch den unterhaltsamen wie abwechslungsreichen Abend. Den Spieler*innen gab sie somit den Rahmen für deren spontane Szenen vor.

Auch aus Vorschlägen des Publikums zu Orten, Personen oder einer Ausgangssituation entstanden so mittels Spontanität, Kreativität und gegenseitiger Inspiration der Spieler*innen frei improvisierte Szenen rund um das Thema Spree, die vom Angelausflug über Familienstreitereien, einem Vortrag über die Produktion von Leinöl aus Leinengewebe bis hin zum Mord an der Spree reichten.

Die durchweg gelungenen szenischen Umsetzungen wurden vom Publikum gefeiert, der Saal tobte zuletzt und die Darstellerinnen Cathrin Zorer, Sigrid Blaske und Monika Mauer aus Beeskow waren im Nachgang hoch erfreut über so viel Resonanz.

Auch Daniela und Thomas Hoffmann sind von Anfang an dabei. Beide kommen mehrmals wöchentlich eigens aus Fürstenwalde angereist, um an den Proben und Vorbereitungen für die Aufführungen teilzunehmen. Vor Ort gibt es zwar regelmäßig Workshops für Improvisationstheater, aber es fehlte bisher der Mut, vor Publikum aufzutreten.

Musikalisch begleitet wurde das erst im vergangenen Jahr gegründete Ensemble von Mohammad Nasrullah, der die Szenen punktgenau mit Geräuschen, Melodien und Soundeffekten bestückte. Angela Breme sorgte am Lichtpult für die visuelle Umsetzung der Szenen. Das Zusammenspiel von Improvisationskunst, Licht und Musik führte zu einem unvergesslichen Abend, der Lust macht auf mehr.

Wer sich selbst einmal ausprobieren möchte, ist beim nächsten Improvisationstheaterworkshop am 10. und 11. Oktober auf der Burg Beeskow herzlich willkommen. Anmeldungen unter 03366-352714.