Welte Mignon

Die Firma Welte aus Freiburg stellte 1904 einen Musikautomaten vor, der das Handspiel von Pianist*innen auf Notenrollen wiedergeben konnte.

18. Oktober 2019

Hierbei werden nicht nur die angeschlagenen Töne wiedergegeben, sondern auch die aufgezeichneten Pedalbewegungen und vor allem die Anschlagsdynamik jeden einzelnen Tones. Auf den Weltausstellungen wurde dieses Verfahren sogar als „achtes Weltwunder“ bezeichnet, kaum jemand konnte sich vorstellen, wie es möglich war, solche authentischen Aufnahmen zu erstellen. Die Firma Welte hat das Wiedergabesystem patentieren lassen, nicht aber den Aufnahmeapparat. Edwin Welte und Karl Bockisch haben dieses Aufnahmeverfahren geheim gehalten und auch der Nachwelt keine Schriftstücke dazu hinterlassen. Das Aufzeichnungsgerät wurde leider Ende des zweiten Weltkrieges zerstört und konnte nicht  rekonstruiert werden. Dank des Vorsatzgerätes können heute einmalige Einspielungen von Pianisten und Komponisten aus der Zeit zwischen 1904 und 1930 auf Notenrollen im Museum vorgestellt werden.